Eventfotografie – eine Hochzeit fotografieren

Eine Hochzeit fotografiert man nicht einfach mal eben so. Hochzeiten zu fotografieren, ist eine große Verantwortung und eine große Herausforderung. Diese besteht darin, nicht nur fotografisch einwandfreie Bilder zu schießen, sondern auch Stimmung und Gefühle einzufangen. Wenn dem Brautpaar noch nach Jahren beim Betrachten ihrer Hochzeitsfotos vor Rührung die Tränen kommen, hat der Fotograf alles richtig gemacht. Wir geben euch heute ein paar Tipps für wunderschöne Hochzeitsfotos.

Herausforderung Hochzeitsfotografie

Für wunderschöne Hochzeitsfotos braucht der Fotograf neben der richtigen Ausrüstung und der fotografischen Erfahrung auch ein sehr gutes Auge, Gespür für die Motivwahl und nicht zuletzt auch ein Gespür für Menschen. Nur wenn sich das Brautpaar wohlfühlt, entstehen emotionale Bilder. Vertrauen baut ihr am besten bei einem ersten Kennenlern-Gespräch auf, in dem ihr besprecht, was das Brautpaar von euch erwartet. Eines ist jedoch klar: Das Brautpaar verlässt sich auf den Profi! Fotografisch erstklassige Fotos bekommt ihr mit der richtigen Ausstattung hin. Diese ist besonders wichtig, weil euch bei einer Hochzeit unterschiedliche Situationen mit unterschiedlichen Anforderungen erwarten:

  • Die Trauzeremonie im Standesamt oder in der Kirche, wo die Lichtverhältnisse sehr schwierig sind und es vor allem darauf ankommt, die wichtigen Ereignisse festzuhalten.
  • Das Brautpaar- und Gruppenshooting, das meist im Freien stattfindet und bei dem es darauf ankommt, das Brautpaar möglichst effektvoll in Szene zu setzen.
  • Die Feier in einem Restaurant oder einer Halle, wo ihr in der Regel wieder mit schwierigen Lichtverhältnissen konfrontiert seid.

Wir beschränken uns heute auf das Brautpaar- und Gruppenshooting.

Das Brautpaar- und Gruppenshooting meistern

Ein Gruppenshooting mit allen Gästen und Portraits vom Brautpaar gehören einfach zu einer Hochzeit dazu. Beim Gruppenshooting besteht die Herausforderung darin, alle Gäste so zu platzieren, dass keiner verdeckt wird und alle einigermaßen akzeptabel abgelichtet sind. Deshalb solltet ihr hier immer ein paar Fotos mehr schießen. Bei den Portraitaufnahmen des Brautpaares geht es darum, die Gefühle des Paares füreinander einzufangen.

Die Ausrüstung

Zur Fotografen-Ausrüstung bei einer Hochzeit gehören:

  • Eine hochwertige Spiegelreflexkamera: Es sollte schon eine Kamera mit einer hohen Auflösung sein, damit ihr nachträglich auch noch Ausschnitte aus den Bildern nehmen könnt.
  • Ein Zoom-Objektiv: Manchmal ist es schöner, das Paar ganz nah aufzunehmen, während andere Situationen nur aus größerer Distanz ihre Wirkung entfalten. Mit einem Zoom-Objektiv könnt ihr schnell und flexibel reagieren.
  • Ein externes Blitzgerät mit Schwenkmöglichkeit: Ein externes Blitzgerät, das mit eurer Spiegelreflexkamera kompatibel ist, ist sehr viel leistungsfähiger als der interne Kamerablitz. Ihr könnt mit diesem außerdem auch indirekt blitzen. Selbst wenn am Hochzeitstag die Sonne strahlt, kann es trotzdem sein, dass ihr einen Blitz benötigt, um die durch die Sonne entstehenden Schatten im Gesicht aufzuhellen. An einem wolkenverhangenen Tag braucht ihr ihn sicherlich auch.
  • Ein Dreibein-Stativ: Das Dreibein-Stativ benötigt ihr für die Gruppenfotos, damit diese nicht verwackeln. Da ihr dabei meist eine große Zahl an Gästen fotografiert, sind eine hohe Schärfentiefe und unter Umständen auch eine längere Belichtungszeit notwendig.
  • Eventuell einen Fernauslöser: Der Fernauslöser hilft euch zusätzlich, dass die Bilder nicht verwackeln. Das Drücken des Auslösers eurer Spiegelreflexkamera könnte bei längeren Belichtungszeiten bereits zu Verwackelungen führen.
  • Eventuell einen Faltreflektor: Mit einem Faltreflektor könnt ihr ebenfalls Schatten aufhellen. Ihr braucht aber dafür einen Assistenten, der euch den Reflektor hält und ausrichtet.

Mit der richtigen Ausstattung habt ihr bereits die beste Voraussetzung für gelungene Hochzeitsfotos. Jetzt geht es an die Feinarbeit.

Gruppenportraits fotografieren

Die Feinarbeit bei den Gruppenportraits besteht darin, alle Personen gut sichtbar zu platzieren. Eine Treppe oder ein flacher Hügel bieten sich dafür immer sehr gut an. Zentral in der ersten Reihe steht natürlich das Brautpaar, Kinder könnt ihr vor dem Brautpaar platzieren. Rechts und links neben dem Brautpaar stehen die Trauzeugen und die engsten Verwandten, die restlichen Gäste verteilen sich auf ein bis zwei weitere Reihen. Mehr Reihen solltet ihr nicht von den Gästen bilden lassen, weil man sonst die in der hinteren Reihe stehenden Gäste kaum noch erkennt. Ihr müsst die Gäste entsprechend dirigieren, weil sie ja selbst nicht sehen, ob sie verdeckt sind.

Neben dieser klassischen Aufstellung könnt ihr die Hochzeitsgesellschaft, sofern sie nicht so groß ist, auch sitzend positionieren. Oder ihr lasst einen Teil sitzen, während der Rest um die Sitzenden herum steht. Wichtig ist nur, dass man alle Gäste gut erkennen kann. Die Spiegelreflexkamera auf dem Dreibein-Stativ platziert ihr mit einigen Metern Abstand mittig zur Gruppe.

Portraits vom Brautpaar fotografieren

In der Regel dauert es eine Weile, bis das Brautpaar locker wird und sich Emotionen einfangen lassen. Die meisten Paare müsst ihr auch anleiten, wie sie sich postieren und vor der Kamera bewegen sollen. Alle Motive, die Innigkeit und Vertrautheit ausdrücken, eignen sich besonders gut. Lasst das Paar sich tief in die Augen sehen oder Hand in Hand laufen. Jedes Brautpaar ist anders, deshalb funktioniert nicht jedes Motiv bei jedem Paar. Hier ist eure Menschenkenntnis gefragt. Doch im Prinzip könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen und die Ideen des Paares miteinbeziehen. Je individueller und persönlicher die Fotos sind, desto wirkungsvoller sind sie.

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