Druckerkalibrierung

Kennen Sie das? Sie haben ein tolles Foto geschossen und es am Computer so lange nachbearbeitet, bis es perfekt aussieht, doch gedruckt wirken die Farben ganz anders und das Bild ist zu hell oder zu dunkel. Damit uns das nicht länger den letzten Nerv raubt, müssen wir uns mit dem Thema Farbmanagement beschäftigen.

Durchgängiges Farbmanagement erforderlich

Wie wir bereits im Artikel über Monitorkalibrierung festgestellt haben, ist die Farbwiedergabe auf jedem Gerät anders. Am Beispiel der Fernsehwand eines Elektro-Großmarktes haben auch Sie dieses Phänomen sicherlich schon beobachten können. Bei Druckern ist es dasselbe. Jeder Drucker, jede Papiersorte und jede verwendete Tinte können ein Grund dafür sein, warum der Ausdruck nicht so aussieht wie das Bild am Monitor. Ein Tool, mit dem Sie Ihren Drucker kalibrieren können, ist Spyder3 Print. Damit habe ich kürzlich im Selbstversuch meinen alten Epson Stylus Photo R300 kalibriert. Und, um es vorweg zu nehmen, das Ergebnis hat mich echt vom Hocker gehauen!

Den Drucker mit Spyder3 Print kalibrieren

Mit dem Spyder Print Tool von datacolor ist die Druckerkalibrierung ein Kinderspiel, wenn man ein paar grundlegende Dinge beachtet. Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass der Drucker für jede Papiersorte und jede Tinte separat kalibriert werden muss! Kalibrieren Sie daher den Drucker zunächst auf die Papier-Tinten-Kombi, die Sie am häufigsten verwenden. Zusammen mit der Spyder3 Hardware wird auch ein Testchart mitgeliefert, der aus unterschiedlichen Farbfeldern besteht. Diesen müssen Sie ausdrucken und je nach Papier einige Zeit (bis zu 24 Stunden) trocknen lassen. Wichtig dabei ist, dass ein evtl. Farbmanagement des Druckers oder des Treibers vor dem Ausdruck deaktiviert wird. Als nächstes fahren Sie mit dem Spyder3 über die einzelnen Druckfelder und lesen den jeweiligen Farbwert über das mitgelieferte Programm ein. Nehmen Sie sich dabei Zeit und machen das mit viel Ruhe. Die Software erkennt, wie bestimmte, vorgegebene Farben von Ihrem Drucker wiedergegeben werden und wie sie entsprechend korrigiert werden müssen, damit Sie dem Original am nächsten kommen. Nach Abschluss des Vorgangs speichern Sie das neue Druckerprofil unter einem aussagekräftigen Namen ab. Für zukünftige Ausdrucke wählen Sie einfach das entsprechende ICC-Druckerprofil aus. Die Farben auf den Bildern sehen nun wesentlich besser aus und die Ausdrucke haben keinen Farbstich mehr.

Fazit

Wer einen gehobenen Anspruch an seine Bilder und deren Ausdruck hat und sich nicht länger mit unerwarteten Druckergebnissen herumärgern will, kommt um ein durchgängiges Farbmanagement nicht herum. Dabei reicht es nicht, nur den Drucker zu kalibrieren. Auch der Monitor muss die Farben korrekt wiedergeben, damit das Endergebnis überzeugt.

Drucker mit dem Spyder3 Print kalibrieren

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4 Kommentare
Rudolf Neuhold am 23.03.14 um 10:45 Uhr
Hallo Holger, vielleicht kann dir der Link http://fineartprinter.de/FineArtPrinter-Kiosk/Ausgaben/FineArtPrinter-03-2013 weiterhelfen. Ich habe gerade ein Seminar über FineArtPrinting besucht. Es gilt da vieles zu berücksichtigen. Grundsätzlich sollte man sich auch die Frage stellen, ob man wirklich so viel druckt oder die Ausdrucke in einem professionellen Labor nicht wirtschaftlicher sind! LG und gute Entscheidung!
Robi am 02.04.13 um 19:53 Uhr
@Claus Thaler So ein Quatsch. Bitte Schreib hier nicht so ein Mist rein. Es gibt genügend User die das auch noch glauben was du von dir gibst. Deine Antwort zeigt das hier die Kommentare nicht geprüft werden.
Claus Thaler am 17.12.12 um 11:06 Uhr
Hallo Holger, Wenn ich du wäre würde ich mit meinen Druckvorstellungen zu einer großen Firma gehen und dort einen Tampondrucker erwerben. Da in diesen Firmen sehr auf Qualität sowie auf Quantität geachtet wird. Leider musst du dabei schonmal 10000€ Locker machen. Ich helfe immer wieder gerne, Gruß Claus.
Holger Mahlsen am 19.03.12 um 12:03 Uhr
Hi, ich brauche dringend einen neuen Drucker und bin auf der Suche nach einem guten Fotodrucker. Ist zwar nur für den privaten Gebrauch, aber ich will auf jeden Fall gute Qualität, wenn ich meine Fotos ausdrucke. Ein Kollege hat mir die drucker von hp empfohlen. Ich habe mich mal auf der Webseite umgeschaut und einige interessante Modelle gefunden. Hat jemand Erfahrung mit den Fotodruckern von HP und kann mir einen empfehlen? Vielen Dank für euere Hilfe. Gruß, Holger

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