Monitorkalibrierung

Damit die Bilder am Monitor so aussehen wie gewünscht, sollte man sich Gedanken über die richtige Kalibierung seines Monitors machen. Kalibieren bedeutet, dass die Farben so wiedergegeben werden, wie sie wirklich sind. Insbesondere wenn man Fotos am PC nachbearbeitet, kann eine falsche oder nicht vorhandene Kalibierung zu Farbstichen und Farbfehlern führen.

Das Problem mit der Farbechtheit

Haben Sie sich schon mal in einem Elektromarkt vor die Wand mit den Fernsehgeräten gestellt und gewundert, dass auf jedem Gerät das Bild irgendwie anders aussieht? Genau so ist es auch beim PC-Monitor. Jedes Gerät stellt die Farben mehr oder weniger unterschiedlich dar. So sehen Ihre Bilder am Laptop anders aus als am PC, im Büro anders als bei Freunden usw.

Die Lösung: ICC-Profile

Ein ICC-Profil beschreibt den Farbraum des Monitors und liefert somit Informationen, wie der Monitor die Farben darstellen soll. Das Profil wird in Form einer Datei, meistens mit der Endung .icc im Systemverzeichnis des installierten Betriebssystems abgelegt. So können alle Anwendungen wie Bildbearbeitungsprogramme oder Bildbetrachter darauf zugreifen und die zum Monitor gespeicherten Informationen nutzen.

Die Arbeitsumgebung

Wenn Sie Ihren Monitor so aufgestellt haben, dass direktes Licht darauf fällt, oder farbigen Gardinen und Rollos das Licht verfälschen, sind Farbfehler vorprogrammiert. Platzieren Sie den Monitor also so, dass kein direktes Licht auf ihn fällt und der Raum nicht zu hell ist. Eine um den Monitor angebrachte Lichtschutzblende kann hilfreich sein. Ein bunter Desktop lenkt ebenfalls vom Bild ab, ein dezentes Farbschema ist hier besser geeignet.

Der Kalibierungsvorgang

Nun kommen wir zum eigentlichen Teil, der Anzeigekalibrierung. Dazu bedienen wir uns des Spyder Kalibierungstools von der Firma datacolor. Zunächst wird die Treiber- und die Kalibrierungssoftware installiert. Danach wird das Gerät mittig vor den Monitor gehängt und das soeben installierte Programm gestartet. Die Farbtempertatur des Monitors wird zu Beginn auf ca. 6.500° Kelvin gestellt. Nun durchläuft die Software etliche Farbtests und ermittelt so das für Ihren Monitor passende ICC-Profil. Ein vorher- nachher Vergleich macht die Änderungen deutlich. Bei meinem Monitor wurde das Bild sichtbar wärmer, was zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig erschien. Beim Betrachten vorhandener Fotos überkam mich dann ein großes Staunen, wie toll die Bilder im Vergleich zu vorher plötzlich aussahen!

Fazit

Für jeden, der etwas ernsthafter an die Sache herangehen will, ist ein kalibrierter Monitor fast schon unverzichtbar. Nicht nur, dass die Farben besser und natürlicher aussehen, auch die Ausdrucke ähneln jetzt mehr dem Bild auf dem Monitor als vorher, wo es meistens deutliche Ergebnisunterschiede gab. Wenn Sie Ihre Bilder selbst ausdrucken, sollten Sie auch Ihren Drucker kalibrieren, denn dort ist das Problem ebenso gegenwärtig.

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4 Kommentare
foto-tipps.com am 21.06.13 um 09:29 Uhr
Von "xrite" gibt es ein ähnliches System, das allerdings preislich eher noch etwas höher liegt. Wie gut die Ergebnisse damit werden, kann ich nicht beurteilen, da ich es selbst noch nicht getestet habe.
Sebastian am 20.06.13 um 12:13 Uhr
Der Spyder scheint ja ein wirklich interessantes Produkt zu sein, aber leider auch nicht ganz billig. Gibt es da Hardware-mäßig noch brauchbare Alternativen?
foto-tipps.com am 27.10.11 um 20:37 Uhr
Bei mir war es genau so. Den Drucker zu kalibrieren bringt wirklich eine enorme Verbesserung in den Ausdrucken. Siehe dazu auch den verlinkten Artikel unter "Drucker kalibrieren"
Holger Reich am 30.03.11 um 15:11 Uhr
Mittlerweile bin ich so weit, daß ich sogar einen kalibrierten Drucker brauche ... seufz. Wer also - wie ich - etwas perfektionistisch ist, der sollte sich von Anfang an ein Gerät kaufen für BEIDE Systeme (Monitor und Drucker).

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