Tipps für die Fotografie bei Nacht

Bei hellem Tageslicht ist es meist kein Problem, schöne und vor allem auch gestochen scharfe Fotos zu schießen. Etwas schwieriger gestaltet sich die Fotografie allerdings, sobald die Sonne untergegangen ist und die Dunkelheit ins Land einzieht. Fotografie kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet sinngemäß „Schreiben mit Licht“. In der Nacht gibt es allerdings klarerweise deutlich weniger Licht als am Tag, somit wird das Schreiben auch um einiges schwieriger. Doch mit den richtigen Kameraeinstellungen und der passenden Ausrüstung kann man auch bei Dunkelheit richtig beeindruckende Fotos schießen und seine Fotobücher mit spektakulären Aufnahmen füllen.

Bessere Ergebnisse mit einem Stativ

Für die Fotografie bei Dunkelheit ist es sehr ratsam, ein Stativ zu verwenden. Es sollte wenn möglich ein Dreibein-Stativ sein, das einen stabilen und sicheren Stand gewährleistet. Von einem Einbein-Stativ wird eher abgeraten, da schon kleine Verwackler zu unscharfen Aufnahmen führen können. Je dunkler es ist, desto länger wird die Belichtungszeit. Deshalb ist die Verwendung eines Stativs fast unumgänglich. Profis verwenden sogar einen Draht- oder Fernauslöser. Denn sogar beim Betätigen des Auslösers bei Hand besteht die Gefahr, das Foto durch verwackeln zu beeinträchtigen.

Eine Alternative zum Fern- oder Kabelauslöser ist die Selbstauslöser-Funktion, die quasi fast alle modernen Kameras haben. Sehr wichtig bei Nachtaufnahmen ist auch ein voll aufgeladener Akku. Die sehr langen Belichtungszeiten führen nämlich dazu, dass sehr viel Strom verbraucht wird. Außerdem sollte man eine Taschenlampe mit dabei haben. Einige werden sich jetzt fragen, wozu man eine solche Taschenlampe benötigt. Ganz einfach: Sie erleichtert das Einstellen der Kamera. Die kleinen Symbole und Knöpfe sind nämlich in der Finsternis nicht ganz so leicht zu erkennen.

Fotos bei Nacht

Die richtigen Einstellungen für gute Nachtaufnahmen

Fast alle gängigen Kameramodelle haben einen Nachtmodus. Wird dieser aktiviert, wählt die Kamera automatisch die mehr oder weniger passenden Einstellungen. Wenn man aber die Einstellungen manuell wählen möchte, sollte man einige wichtige Dinge beachten. Der ISO-Wert sollte eher niedrig gehalten werden, um Bildrauschen zu verhindern. 100 oder 200 wäre hier ein guter Wert. Wenn möglich sollte man außerdem die Bilder im RAW-Format abspeichern, so kann man eine größere Farbtiefe sichern. Außerdem kann man später, bevor man ein Fotobuch erstellen möchte zum Beispiel bei happyfoto.at, die Bilder nochmals richtig gut nachbearbeiten, wenn sie im RAW-Format gespeichert worden sind.

Nach ein paar Fotos und einer Weile fotografieren sollte man die Kamera zwischenzeitlich immer wieder ausschalten. Denn durch den erhöhten Stromverbrauch entsteht auch Wärme, die wiederum zu Bildrauschen führen kann. Ein stilistischer Tipp: Eher gewisse Ausschnitte bei Nacht fotografieren und „Totale“ vermeiden. Klarerweise muss bei Nacht die Belichtungszeit viel länger sein als bei Aufnahmen am Tag. Ansonsten würde viel zu wenig Licht in die Kamera eindringen können, als für brauchbare Aufnahmen nötig sind. Wie immer ist es am besten, wenn man verschiedene Einstellungen ausprobiert und dann die Ergebnisse vergleicht. Mit der Zeit wird man wunderschöne Nachtaufnahmen machen können, die in den Fotobüchern gute Figur machen werden.

Die blaue Stunde als optimale Zeit für Nachtaufnahmen

Es ist ein schmales Zeitfenster, welches im Fotografen-Jargon oft auch „Blaue Stunde“ genannt wird. Diese Zeit ist optimal für Nachtaufnahmen. Doch warum? Durch die ganz besonderen Lichtverhältnisse wird eine besonders faszinierende Stimmung erzeugt, die man auf ebenso faszinierenden Bildern festhalten kann. Will man ein Fotobuch mit Nachtaufnahmen erstellen, sollte man wissen, wann diese „Blaue Stunde“ eigentlich genau ist. Und zwar ist es die Zeit etwa 20 Minuten vor Sonnenaufgang beziehungsweise 20 Minuten nach Sonnenuntergang. Die Lichtverhältnisse sind natürlich nicht jeden Tag gleich und hängen sehr stark vom Wetter ab. Doch man kann sich ungefähr nach diesen Zeitangaben richten.

Zu dieser Tages- bzw. Nachtzeit ist der Himmel noch nicht ganz dunkel, sondern er gibt noch etwa „blaues“ Licht ab – daher auch der Name. Wenn man etwa Gebäude fotografiert, entstehen so in Kombination mit dem künstlichen Licht eine ganz besondere Stimmung und ein einzigartiger Kontrast. Auch der Himmel selbst weist eine ganz eigene Zeichnung auf, die auf Fotos gut zur Geltung kommt. Man kann in der blauen Stunde natürlich Fotografien aufnehmen, die sehr unterschiedliche Charaktere aufweisen. Denn je nachdem, wann man auf den Auslöser drückt, ist entweder noch mehr natürliches oder bereits weniger natürliches Licht vorhanden. So kann man auch steuern, welche Bildpartien man eher in den Vordergrund rücken möchte und welche Stellen des Bildes eher nicht so in den Fokus gestellt werden.

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